Proplaning
Architektur | Chemie- und Pharmabauten

Novartis | H 342 | Umbau 3. OG | Huningue | F | 2007 – 2010

In den 1980-er Jahren errichtete die Chemiefirma Ciba Geigy (heute Novartis) auf ihrem Gelände in Huningue (F) spezielle flexibel nutzbare Rohbauten. Diese Hallen bestehen aus einem Stabtragwerksskelettraster (H X B), Vertikalerschließung und Hülle, sowie Anschlüsse aller notwendigen Medien. Ihre Raumeinheiten wurden allmählich für die jeweilige Nutzung ausgebaut, obsolete Räume wurden zurückgebaut. Somit handelte es sich um ein nachhaltiges Raumsystem, das Produktionseinheiten der Chemie- und Pharmaindustrie flexibel aufnehmen konnte. Proplaning erhielt den Auftrag, eine Produktionseinheit in das oben beschriebene Raumskelett H 342 einzubauen. Das Ziel der Anlage ist die Herstellung des mononuklearen Antikörpers „Basiliximab“, der zur Therapie nach einer Nierentransplantation eingesetzt wird. Die erste Ausbaustufe für die Produktion von kommerziellen Mengen beinhaltete zwei 20‘000 L (Arbeitsvolumen) Fermentationslinien, die im Batchmodus wechselweise gefahren werden. Sie bedienen anschliessend eine Linie für die Produkternte und eine für die Aufarbeitung. In einer nächsten Stufe wurde eine weitere Aufbereitungslinie innerhalb der neuen Gebäudehülle geplant. Im Endausbau könnte ein zweites Produkt eingeführt werden. Daher wird die Anlage auch für natürliche und gentechnisch veränderte Mikroorganismen bis zur Risikoklasse RK2 angelegt. So können in beiden Fermentationsanlagen gleichzeitig unterschiedliche Produkte hergestellt werden. Das Projekt umfasste die Planung und Erstellung einer Reinraumzone von 900 m2 mit zwei Kühlzellen, Räumen für Bioreaktoren, Media-Präparation, Filtration mit entsprechenden Vorbereitungszonen und Waschräumen. Dazu gehören auch ein Technikgeschoss von 1200 m2, Bereiche wie Garderoben, Anbindungen an die bestehenden Treppen und Lifte, sowie die erforderlichen Medienerschliessungen. Nebst dem Einbau der Produktionsanlage galt es, das bestehende Gebäude in statischer Hinsicht durch zusätzliche Betondecken und Wände auf neue Lasten und die Anforderungen der Erdbebentauglichkeit anzupassen.

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Novartis H342 | Proplaning Architekten | Foto R. Walti
Novartis H342 | Proplaning Architekten | Foto R. Walti
Novartis H342 | Proplaning Architekten | Foto R. Walti
Novartis H342 | Proplaning Architekten | Foto R. Walti
Novartis H342 | Proplaning Architekten | Foto R. Walti
Novartis H342 | Proplaning Architekten | Foto R. Walti