Areal Settelen – Hinterer Hof

Das heute teilweise denkmalgeschützte Ensemble Settelen in Basel wird sorgfältig transformiert und zu einem zeitgemässen Wohn- und Gewerbequartier weiterentwickelt. Die ursprünglich 1907 von den Gebrüdern Stamm für die ‚Basler Droschkenanstalt‘ der Familie Settelen errichtete Anlage erzählt bis heute die Geschichte des Standorts und bildet die Grundlage für eine behutsame bauliche Erneuerung.

Zentraler Bestandteil des Projekts ist der Erhalt und die Weiterentwicklung der bestehenden Baustruktur im hinteren Hof. Prägende Elemente wie der ehemalige Rossstall, ein Werkstattgebäude und der Hofraum bleiben erhalten, werden durchlässig und neuen Nutzungen zugeführt. Der Rossstall wird zu Wohnungen und Ateliers umgebaut und bewahrt dabei seinen robusten, industriellen Charakter. Drei Neubauten mit unterschiedlichen Wohnungszuschnitten ergänzen das historische Ensemble. Mit ihrer Holzfassade, der Farbgebung in Ochsenblutrot und ihrer materiellen Ausdruckskraft nehmen zwei davon Bezug auf den Bestand und fügen sich in das gewachsene Umfeld ein. Auch der Neubau an der Türkheimerstrasse knüpft mit seinen Erkern und der steinernen Erscheinung an die bestehende Quartierstruktur an. Stirnseitig jedoch springt die Bauflucht als holzbeplankter Risalit aus der Strassenflucht zurück und bildet zugleich den optischen Auftakt zum Wohnhof. Dieser bleibt dank der neuen Tiefgarage weitestgehend autofrei.

Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen – darunter die Realisierung innerhalb eines bewohnten Quartiers, die Begrenzung durch eine den Hof umfassende Arealmauer aus Naturstein und die logistische Herausforderung aufgrund eines engen Baustellenzugangs – gelingt hier nachhaltige Verdichtung mit hoher städtebaulicher Qualität. So entsteht ein lebendiges Ensemble mit 85 Wohnungen, Kita und Gewerbeeinheit, das Vergangenheit und Zukunft des Settelen-Areals miteinander verbindet.

Architektur

Diener & Diener

Beauftragung

Generalplanung | Projekt- & Baumanagement

Projektdauer

2019 – 2028

Ort

Basel