Der Wettbewerbsentwurf „Locus“ für das neue Pfarreizentrum Baar schafft einen identitätsstiftenden Ort für die Gemeinschaft, der die bestehenden Strukturen der Kirchgemeinde räumlich und funktional ergänzt und stärkt.
Drei präzise gesetzte Baukörper bilden ein eigenständiges Ensemble, das neue Begegnungsräume schafft, bestehende Nutzungen verknüpft und vielfältige Sichtbezüge ermöglicht. In seiner differenzierten Volumetrie und zurückhaltenden Farbigkeit tritt das Ensemble bewusst in den Hintergrund und stärkt die Präsenz der Kirche St. Martin als zentrales Element.
Die Realisierung erfolgt in drei Etappen mit jeweils eigenen Baufeldern. Die Nutzungen sind klar abgestuft von öffentlichen zu privaten Bereichen organisiert: Das Saalgebäude (Rot) bildet mit flexibel nutzbaren Räumen, dem grossen Saal sowie Gruppen- und Proberäumen das Zentrum des Pfarreilebens. Das Quartierhaus (Grün) kombiniert Wohnen mit quartierbezogenen Nutzungen im Erdgeschoss wie Kinderhort, Jugendraum und Werkstatt sowie direkt erschlossenen Notwohnungen mit eigenem Aussenraum. Das Verwaltungsgebäude (Blau) entsteht in der ersten Etappe und nimmt anschliessend bestehende Nutzungen auf. In den folgenden Etappen werden die Bestandsbauten ersetzt.
Alle Neubauten reagieren sensibel auf den Kontext und stärken durch ihre Setzung die Sichtbarkeit des Kirchturms. Der neu gestaltete Pfarreigarten verbindet Martinspark und Kirchgasse und stellt die historische Blickbeziehung zur Kirche wieder her.
Architektur
Proplaning
Beauftragung
Architektur
Wettbewerb
4. Rang I 4. Preis
Projektdauer
2026
Ort
Baar