Erweiterung Hebelschulhaus

Die feingliedrige, unter Denkmalschutz stehende Pavillonschule aus dem Jahr 1953 von Rasser & Vadi liegt in einem grünen Ensemble mit vielfältigem Baumbestand und offener Spielwiese. Seitliche Trakte und einfache Holzpavillons bilden kleinräumige Freiräume zur flankierenden Bahnlinie aus.

Die Dreifachturnhalle aus den 1990er-Jahren erzeugt mit ihrer Grösse, der einseitigen Nutzung und den mehrheitlich geschlossenen Fassaden ein Ungleichgewicht. Hier setzt das Projekt an: Eine Aufstockung des Volumens mit einer offen gestalteten Lernlandschaft und die räumliche Öffnung des EGs zur Spielwiese lassen das Gebäude zu einem weiteren aktiven Flügel der Schulanlage werden.

Der Trakt gegenüber der Turnhalle enthält gut proportionierte und belichtete Schulräume, doch Fassade und Dach sind in die Jahre gekommen. Durch das Hinzufügen einer weiteren Raumschicht können hier zwei vollwertige Cluster entstehen und im neuen Sockel kann die Tagesstruktur von der direkten Anbindung an die grosse Spielwiese profitieren.

Durch die beiden Massnahmen – Aufstockung und Aktivierung der Turnhalle sowie die zusätzliche Raumschicht im einen Schultrakt – bleiben die bestehenden Freiflächen und die parkähnliche Allmend entlang der Strasse fast vollständig erhalten und ermöglichen darüber hinaus überschneidende Nutzungen für Schule, Sport und Quartier.

Die schlanken Tragstrukturen wie auch sämtliche Fassaden der neuen Gebäudeteile sind in Holzbau vorgesehen. Die nachhaltige Konstruktion und Materialwahl, das filigrane Holzwerk und die Farbwahl bilden eine eigenständige und dennoch subtile Ergänzung zur denkmalgeschützten Pavillonschule.


Architektur

Rahbaran Hürzeler

Beauftragung

Generalplanung, Projekt- & Baumanagement

Projektdauer

2024 – 2028

Ort

Riehen I BS