Engpässen an Arbeitsplätzen auf dem Novartis Campus wurden jeweils mit ISO-Gebäudecontainern als kurzzeitige Lösung begegnet. Die Arbeitsbedingungen darin sind bedingt komfortabel, die städtebaulich-ästhetische Einfügung ins neue Campusbild schwierig. So entwickelte Proplaning ein temporäres, erweiterbares Büropavillonsystem, ein Prototyp im Holzmodulsystem, der mit variablen Massen flexibel auf die jeweilige Situation reagieren kann.
Der Prototyp mit den Massen L 17.0m, B 6.32m und H 4.17m besteht aus fünf Holzmodulen und beinhaltet Raum für 12 Arbeitsplätze. In seiner Erscheinung, in Farbigkeit und Materialisierung, ist der Pavillon zurückhaltend und schlicht gestaltet. Die dreifach isolierverglasten Fenster sind von Eichenrahmen gefasst, eine seilgeführte Fassadenmarkise aus transparentem Stoff trifft auf ein Eichenblendbrett und eine pulverbeschichtete Aluminiumfensterbank.
Die Holzmodule, eines jeweils mit sechs Tonnen Gewicht, können innerhalb eines Tages an den Standort geliefert und mit einem Transportkran in fünf Stunden montiert werden. Die Anbindung an die Gebäudetechnik benötigt zwei Wochen.
Die Module sind aus raumhohen vertikalen und raumbreiten horizontalen Tragelementen zusammengefügt. Sie können innerhalb einer Woche ab- und wiederaufgebaut werden. In der Fassade trägt der Wechsel von solider Tragtafel und Fensteröffnung in gleicher quadratischer Dimension zu einer abstrakten Erscheinung bei. Diese Objekthaftigkeit macht das System für verschiedene Situationen adaptierbar.
Architektur
Proplaning
Beauftragung
Architektur, Ausführungsplanung, Projekt- & Baumanagement, Tragwerksplanung
Projektdauer
2015 – 2016
Ort
Basel