Sanierung Hebelschulhaus

Das 1952/53 von Rasser & Vadi erbaute Hebelschulhaus umfasst zwei Schultrakte, die diagonal an die Pausenhalle als Verbindung zur ehemaligen Turnhalle anschliessen. 1994 erweiterte Rolf Brüderlin das Ensemble um einen weiteren Schultrakt im Norden.

Die Pavillonschule entspricht den damaligen Bemühungen einer kindgerechten Schulhausarchitektur mit übersichtlicher Gesamtorganisation, starkem Bezug zu den Aussenräumen, grosszügigen Fenstern, geschützten Pausen- und Aufenthaltsbereichen, Querlüftungsmöglichkeit und liebevollen Details. Das im Inventar der schützenswerten Bauten aufgeführte Schulhaus ist in seiner Bausubstanz noch ursprünglich erhalten. Darauf aufbauend wurde bei allen geplanten Massnahmen zwischen betrieblichem Mehrwert und historischer Bedeutung im Sinne der Gesamtanlage abgewogen. Neben den Instandsetzungs- bzw. Erneuerungsarbeiten für die Bereiche Gebäudehülle, Brandschutz und technische Gebäudeausstattung, wurden räumliche Veränderungen vor allem in den Klassentrakten, der Aula, der Schulbibliothek und bei der Vergrösserung der Tagesbetreuung notwendig. Zudem wurden die Gebäude erdbebenertüchtigt. Die energetische Sanierung der Gebäudehülle (Dächer, Aussen-, Innen-, Decken- und Perimeterdämmung, Fensterersatz mit Dreifachverglasung) führt zu einer Reduktion des Heizwärmebedarfs von 662 MJ/m2a auf 167 MJ/m2a. Dadurch kann der SIA-Grenzwert 380/1, aber auch der tieferliegende Minergie-Grenzwert für Neubauten eingehalten werden. Bei der Auswahl der Materialien wurden insbesondere die Vorgaben der Denkmalpflege sowie die ECO Standards berücksichtigt.


Architektur

MET Architects

Beauftragung

Generalplanung, Projekt- & Baumanagement, Tragwerksplanung

Projektdauer

2010 – 2013

Ort

Riehen I BS